Nach einem kurzfristig abgesagten Anlauf im Frühjahr haben wir uns dann tatsächlich im September aufgemacht, unsere Tochter Kirsten zu besuchen, die ja seit Februar dieses Jahres in Luxemburg arbeitet. Wir haben das gemütlich geplant und den Weg am Rhein entlang ...

... und durch das Moseltal gewählt, mit einem Tag Aufenthalt in Bernkastel-Kues. Auch wenn das Wetter zunächst nicht so prickelnd war, haben wir die Fahrt durch die schöne Landschaft doch genossen, zumal wir schon viele Jahre nicht mehr dort waren. Die Mittagspause des ersten Tages haben wir in Cochem eingelegt:

Am Nachmittag folgten wir dann den vielen Moselschleifen nach Bernkastel-Kues. Wie in Cochem gibt es auch dort eine ganze Menge hübscher Fachwerkhäuser zu sehen, und so bummelten wir am nächsten Tag durch das Doppel-Städtchen und nahmen uns auch die Zeit für eine kleine Schiffstour.

Am nächsten Tag ging es dann - bei inzwischen schönem Wetter, das uns auch in der Folge treu blieb - zu unserem eigentlichen Ziel: Luxemburg. Dank des Navi war auch das Hotel schnell gefunden, und so konnten wir uns bald mit Kirsten am CHL und später auch mit Martins Eltern ( die direkt aus dem Taunus nachgekommen waren) zu einem ersten Spaziergang treffen. Dabei entdeckten wir nicht nur (mit Kirstens Hilfe *gg*) die Petrusse, sondern auch die durchaus bemerkenswerte Topologie der Stadt, geprägt durch die tief eingeschnittenen Täler von Petrusse und Alzette und die dadurch gebildeten Plateaus. An diesem Tag (wie auch den folgenden) haben wir das Kirchberg-Viertel mit den modernen UNO- und Bankgebäuden ausgelassen und uns auf den älteren Teil Luxemburgs beschränkt, in dem es viele schöne und sehenswerte Bauwerke gibt und wo die Stadtgeschichte sichtbar wird.


Für den nächsten Tag hatte uns Kirsten eine Wanderung auf dem Wenzelsweg vorgeschlagen, der viele interessante Stellen der Stadt berührt und uns einen guten Überblick und auch auch Gelegenheit zu einem Besuch der sehr ausgedehnten Bock-Kasematten gab. Er führt vom Zentrum in den alten Stadtteil Grund hinunter und verläuft großenteils in diesem Viertel.


Es war eine weite, teilweise auch anstrengende Wanderung mit vielen schönen An- und Aussichten. Und selbst Ilona hielt, nicht ganz klaglos, aber tapfer, mit. So hatten wir uns dann ein gutes Abendessen mit einigen luxemburgischen Spezialitäten redlich verdient - und wir haben es genossen, denn es hat hervorragend geschmeckt!

Am nächsten Tag, dem Sonntag, mussten Karin und Klaus leider schon wieder zurückfahren, und wir machten uns mit Kirsten auf den Weg, um die Größe des Großherzogtums im Wortsinne zu erfahren. Unser erstes Ziel war Clervaux, fast an der Nordgrenze gelegen, mit der Benediktinerabtei (die wegen Renovierungen leider nur teilweise zugänglich war) und der Burg, in der wir uns die berühmte und sehenswerte Fotoausstellung "The Family of Man" anschauten.


Dann ging es schon wieder nach Süden; in Vianden waren wir auf der wuchtigen, die Gegend beherrschenden Burg, für deren Besichtigung es aber leider schon zu spät war.

Die Rückfahrt durch das landschaftlich wunderschöne Müllertal konnten wir wegen der hereinbrechenden Dämmerung dann nicht mehr so richtig genießen, und bis wir wieder in Luxemburg ankamen war es bereits dunkel geworden. Dennoch hat uns dieser Tagesausflug ein anderes, ländliches Luxemburg gezeigt, in dem es sicher noch mehr zu entdecken gibt.
Den Montag nutzten wir zu einem Stadtbummel, da Kirsten arbeiten musste und erst am Nachmittag zu uns stoßen konnte. So ließen wir gemeinsam den Tag und damit den Besuch ausklingen. Am Dienstag früh ging es dann auf die Rückreise, wieder gemütlich, aber anders als bei der Anreise diesmal durch den Hunsrück mit einer ausgiebigen Mittagspause in Idar-Oberstein, inclusive eines Bummels durch diverse Schmuckläden.

So kamen wir nach einer knappen Woche zurück mit der Erkenntnis, dass Luxemburg - Stadt wie Land - von überschaubarer Größe ist, in der aber viele Sehenswürdigkeiten verborgen sind. Da wir davon zunächst nur einen kleinen Teil gesehen haben, gilt auch hier: Wiederkommen vorgemerkt (wenn es nur nicht so viele andere interessante Ziele gäbe ...)